Teilprojekt 18
Diversitätssensibles Lernen mit komplexen Aufgaben im Fremdsprachenunterricht des Fachs Englisch

Inhalt

Komplexe Aufgaben eignen sich zur Identifikation verschiedener Grade an Leistungsfähigkeit und zur Evokation zuvor nicht sichtbarer Potenziale und Begabungen. Daher werden in Teilprojekt 18 nach der Erfassung und Beschreibung von Diversitätsfaktoren, Aufgabeninstruktionen erarbeitet und die Erprobung der komplexen Aufgaben im Fremdsprachunterricht qualitativ und mittels unterrichtsethnographischer Methoden erfasst. Die Merkmale der Bearbeitungsprozesse und Lernergebnisse bei (potenziell) leistungsstarken Schülerinnen und Schülern werden untersucht und wirksame Diversitätsfaktoren und Möglichkeiten der Förderung von Leistungspotenzialen festgestellt.

Ziele

Die Entwicklung, Erprobung und Evaluation von komplexen Kompetenzaufgaben für (potenziell) leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II in der ersten Fremdsprache ist das Ziel von Teilprojekt 18. Entscheidend ist die Berücksichtigung der Diversitätsfaktoren in den Lerngruppen. Im Verlauf der Aufgabenbearbeitung stehen die kognitiven, sprachlich-diskursiven und interaktionalen Prozesse im Mittelpunkt. Zudem werden die Merkmale erhoben, die die Lernerträge besonders leistungsstarker Schülerinnen und Schüler kennzeichnen. Das diversitäts- und differenzierungsfördernde Potenzial der Aufgaben und die initiierten Lern- und Arbeitsprozesse werden unterrichtsempirisch erforscht und Lern- und Arbeitsergebnisse werden qualitativ beschrieben. Das Konzept der komplexen Aufgaben in der Lehrerbildung und der Unterrichtsentwicklung als Instrument der Potenzial- und Leistungsförderung sowie der diversitätssensiblen Differenzierung wird erprobt, weiterentwickelt und etabliert.

Programm/Durchführung

Das Forscherteam in Teilprojekt 18 entwickelt zu Beginn mit den Englischlehrpersonen individuell komplexe Aufgaben für die ausgewählte Lerngruppe. Die Durchführung der Aufgaben wird aufgezeichnet und analysiert. Während des gesamten Projektverlaufs geht es um eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung komplexer Aufgaben, der Prozessbegleitung und der Beschreibung der qualitativen Merkmale der Lernerträge in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Lehrpersonen. Die Einsichten zum Arbeitsprozess, den Lernergebnissen und den leistungsentdeckenden sowie –fördernden Potenzialen werden hier sowie aus empirischen Erhebungen durch Befragungen und Interviews mit Akteuren der Schulgemeinschaft gewonnen.

Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft und Schulen

Team an der Universität Gießen

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Projektleitender

Prof. Dr. Wolfgang Hallet

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Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Jan Simon Schäfer

Informationen zu den LemaS-Schulen

Schularten

  • Primarstufe (0)
  • Weiterführend (17)

Bundesländer

Das Teilprojekt begleitet 17 Schulen aus 9 Bundesländern.

Veröffentlichungen

2019 TP 18 Zeitschriftenbeitrag

Hallet`s Language Learning Log - Der Blog fürs Sprachenlernen

Blog von Prof. Dr. Wolfgang Hallet, dokumentiert Sprachlernprozesse und kommentiert alles, was für das Fremdsprachenlernen von Belang ist oder sein kann. Verfügbar unter: http://languagelearninglog.de