Teilprojekt 21
Individualisierung durch Mentoring an Schulen

Inhalt

Im Rahmen von Teilprojekt 21 werden die teilnehmenden Schulen bei der Konzeption, Umsetzung und Weiterentwicklung von Mentoring-Programmen zur individuellen Förderung leistungsstarker und potentiell besonders leistungsfähiger Schüler/-innen unterstützt. Dabei bietet das Teilprojekt drei unterschiedliche Mentoring-Konzepte an:(1)    Optimierung bestehender Mentoring-Programme: Die Schulen werden bei der Optimierung und Professionalisierung von Mentoring-Programmen unterstützt, die bereits an den jeweiligen Schulen bestehen. Zielsetzungen und Zielgruppen der schulischen Programme sowie konkrete Umsetzungsformen variieren dabei je nach Programm.

(2)    Individuelle Lernpfade: Besonders interessierte, leistungsstarke Schüler/-innen erhalten ein intensives 1:1-Mentoring in ihrer spezifischen Talentdomäne (Fach) durch Fachlehrkräfte. Nach einer intensiven Förderdiagnostik werden individuelle Lernpfade für die Schüler/-innen geplant, umgesetzt und über mehrere Jahre hinweg angepasst. Hierdurch soll eine optimale Entwicklung der Mentees in der spezifischen Talentdomäne erreicht werden.

(3)    CyberMentor Plus: Das bereits etablierte Online-Mentoring-Programm CyberMentor zur Interessenförderung von Mädchen in MINT wird durch ein Zusatzangebot an der Schule ergänzt. Schülerinnen der 5. bis 12. Klasse erhalten eine persönliche Mentorin, die im MINT-Bereich berufstätig ist oder ein MINT-Fach studiert. Mit ihr und den bis zu 800 anderen Mentoring-Paaren tauschen sich die Schülerinnen auf einer passwortgeschützten Online-Plattform aus und bearbeiten gemeinsame MINT-Projekte. An den teilnehmenden Schulen nehmen die Mentees an MINT-AGs teil, die durch MINT-Fachlehrkräfte geleitet werden. Diese MINT-Fachlehrkräfte stehen zudem in regelmäßigem Austausch mit den Online-Mentorinnen. CyberMentor Plus wird durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus gefördert.

An Teilprojekt 21 beteiligte Schulen nehmen an einem oder mehreren der Mentoring-Konzepte teil, so dass insgesamt 81 schulische Mentoring-Konzepte im Rahmen des Teilprojekts umgesetzt werden.

Ziele

Teilprojekt 21 verfolgt das Ziel, die Mentoring-Konzepte mit Hilfe formativer Evaluationen kontinuierlich zu verbessern und langfristig an den teilnehmenden LemaS-Schulen wissenschaftlich fundierte Mentoring-Programme zu etablieren. Zusätzlich sollen Netzwerkstrukturen geschaffen werden, um einen nachhaltigen, kooperativen Austausch zwischen den Schulen zu ermöglichen.

Programm/Durchführung

Das Teilprojekt 21 startet mit einer Inputphase, in der im Rahmen mehrtägiger Workshops relevantes Wissen an Mentor/-innen und Koordinator/-innen vermittelt wird. Die anschließende Phase umfasst die aktive Begleitung und Optimierung der unterschiedlichen Mentoring-Konzepte an den Schulen. Hierzu finden Aufbauworkshops statt und es erfolgen formative Evaluationen, deren Ergebnisse in Verbesserungen der Konzepte einfließen. Zudem wird eine Vernetzung der Schulen angestrebt, um Synergieeffekte nutzbar zu machen. 

Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft und Schulen

Team an der Universität Regensburg

Avatar von Heidrun Stöger

Projektleitende

Prof. Dr. Heidrun Stöger

heidrun.stoeger@ur.de
Avatar von Kathrin Emmerdinger

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kathrin Emmerdinger

kathrin.emmerdinger@ur.de

Team an der FAU Erlangen-Nürnberg

Avatar von Albert Ziegler

Projektleitender

Prof. Dr. Albert Ziegler

albert.ziegler@fau.de
Avatar von Ann-Kathrin Quarda

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Ann-Kathrin Quarda

ann-kathrin.quarda@fau.de
Avatar von Lea Stemmer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Lea Stemmer

lea.stemmer@fau.de

Informationen zu den LemaS-Schulen

Schularten

  • Primarstufe (1)
  • Weiterführend (56)

Bundesländer

Das Teilprojekt begleitet 57 Schulen aus 11 Bundesländern.

Veröffentlichungen

19.12.2019 Interview

Mentoring an der John-Bühler-Realschule – ein Interview mit Lehrerin Julia Haug

Mentoring Programme geben Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit einem Thema intensiv auseinanderzusetzen für das im Unterricht nicht ausreichend Zeit zur Verfügung steht. Wie die Umsetzung und die Integration dieser Förderangebote in der Schulpraxis aussehen, schildert Beratungslehrerin Julia Haug von der John-Bühler Realschule (Dornharn, BW) im Interview mit leistung-macht-schule.de Bereits seit fünf Jahren wird das 1:1 Mentoring an dieser Schule für die Leistungsförderung genutzt. Auf eine Optimierung der Mentoring-Programme zielt die Schule mit ihrer Teilnahme an LemaS und dem Teilprojekt 21. Neben der wissenschaftlichen Beratung und Begleitung durch das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Heidrun Stöger und Prof. Dr. Albert Ziegler sei es vor allem die Vernetzung und der Austausch mit anderen Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet zum Thema Mentoring von dem die LemaS-Schule profitiere. Das ganze Interview gibt es hier.