Teilprojekt 9
Diagnosebasierte MINT-Förderung (DiaMINT): Diagnosebasierte individuelle Förderung potenziell leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler im Sachunterricht

Inhalt

Die Entwicklung adaptiver Diagnose- und Förderkonzepte für potenziell leistungsstarke Grundschulkinder in Hinblick auf naturwissenschaftliches Lernen im Sachunterricht erfolgt im engen Austausch mit den kooperierenden Schulen. Im Zuge des Projektes werden Instrumentarien für eine individuelle Lernverlaufsdiagnostik, die insbesondere fachbezogene Potenziale, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Interessen berücksichtigt, entwickelt. Die zweite zentrale Säule wird durch Lernarrangements zum forschenden Lernen gebildet, das interessengeleitetes, selbstregulierendes bzw. selbstbestimmtes Lernen ermöglicht. Hierbei wird auch genderspezifischen Herausforderungen im MINT-Bereich Rechnung getragen. 

Ziele

Die Teilprojekte 8 bis 13 haben das Ziel, adaptive Konzepte für eine diagnosebasierte individuelle Förderung von (potenziell) leistungsstarken Schülerinnen und Schülern im Regelunterricht der MINT-Fächer, hier an den Primarschulen im Mathematik- und Sachunterricht und in der Sekundarstufe I in den Fächern Mathematik, Informatik, Physik, Biologie und Chemie zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren. Entscheidend ist, dass die Lehr-Lern-Formate den Besonderheiten des Fachs und den spezifischen Potenzialen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Letztlich  greifen die Lehrpersonen in der täglichen Unterrichtspraxis auf Konzepte zurück, die effektiv nutzbar sind und zugleich flexibel an die jeweiligen konkreten Bedingungen „vor Ort“ angepasst werden können. Während des gesamten Projektverlaufs werden die Konzepte kontinuierlich evaluiert und optimiert. Teilprojekt 9 nimmt sich den Spezifika des Unterrichtsfachs Sachunterricht an.

Programm/Durchführung

Um den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zu geben, ihre Potenziale selbst zu entdecken bzw. bereits vorhandene zu zeigen, wird durch das Konzept des Freien Explorierens und Experimentierens (FEE) nach Köster (2018) eine naturwissenschaftsbezogene Lernumgebung in den kooperierenden Klassen geschaffen. Im Rahmen dieser haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit an eigenen Forschungsprojekten zu naturwissenschaftlichen Phänomenen sowie Fragestellungen zu arbeiten und zu lernen. Im Zuge dessen werden die bisherigen Erfahrungen der Lehrkräfte zur prozessbegleitenden Förderung von (potenziell) leistungsstarken Schülerinnen und Schülern sowie ihre Wünsche und Bedarfe im Rahmen von persönlichen Schulbesuchen durch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfasst. Aufbauend darauf und auf den wissenschaftlichen Befunden zu diesen Themenkomplexen werden im engen Austausch von Forscherteam und teilnehmender Schule Bausteine für die weitere adaptive Förderung erarbeitet, implementiert und fortlaufend evaluiert und optimiert. Hierzu werden sowohl die Rückmeldungen und Bedarfe der Lehrpersonen als auch der Schülerinnen und Schüler in die Weiterentwicklung der Lernumgebung und der diagnostischen Verfahren einbezogen. Die erfolgreich erprobten Konzepte werden abschließend in Form von didaktisch-methodischen Handreichungen publiziert und einer breiten Leserschaft angeboten.

Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft und Schulen

Team an der Freien Universität Berlin (FU Berlin)

Avatar von Hilde Köster

Projektleitende

Prof. Dr. Hilde Köster

hilde.koester@fu-berlin.de

Avatar von Tobias Mehrtens

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Tobias Mehrtens

t.mehrtens@fu-berlin.de

Informationen zu den LemaS-Schulen

Schularten

  • Primarstufe (8)
  • Weiterführend (0)

Bundesländer

Das Teilprojekt begleitet 8 Schulen aus 5 Bundesländern.