LemaS in der Schulpraxis - Ein digitaler Schulbesuch

In Corona-Zeiten zeigt sich, wie wichtig die Digitalisierung für die Schulen ist. Die Möglichkeiten der virtuellen Welt und digitalen Kanäle können dabei helfen, dass das Schulleben nicht stagniert. Die Realschule+ und Fachoberschule Birkenfeld/Niederbrombach zeigt im Rahmen der virtuellen Wochen der Realschule+ in Rheinland-Pfalz, wie innovativ und kreativ ein digitaler Schulbesuch gestaltet werden kann, um möglichst vielseitige Einblicke in Schule und Unterricht zu geben. Unter dem Motto „Potenziale entfalten in Corona-Zeiten“ zeigten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrpersonen und der Schulleiterin Sigrid Schöpfer ganz unterschiedliche Angebote und beeindruckende Facetten der Begabungs- und Begabtenförderung. Die Realschule+ und Fachoberschule Birkenfeld/Niederbrombach gehört zu den bundesweit 300 Schulen im Projekt „Leistung macht Schule“ und nimmt an Teilprojekt 2 zum „Auf- und Ausbau kooperativer Netzwerke“ sowie an Teilprojekt 17 zur sprachlich-literarischer Förderung im Deutschunterricht teil.

LemaS-Ausgangserhebung - Zentrale Ergebnisse im Überblick

Die LemaS-Ausgangserhebung ist Teil des Evaluationskonzepts von „Leistung macht Schule“. Sie ist die erste von drei großen Schulleitungs-Befragungen, die zu Beginn, zur Hälfte und zum Ende der ersten Projektphase durchgeführt werden. Die zentralen Ergebnisse der Ausgangserhebungen geben Einblicke in die Rahmenbedingen, Bedarfe, Erwartungen und Ausgangslagen der LemaS-Schulen im Hinblick auf die Leistungs- und Begabungsförderung der Schülerinnen und Schüler.

LemaS in der Schulpraxis - Digitales Distanzlernen

Ein Zurück zum gewohnten Regelbetrieb in den Schulen wird es nicht geben, unabhängig davon, wie lange die Covid19-Pandemie anhält. Mit den bundesweiten Schulschließungen und ihrer partiellen Wiedereröffnung wurden die Versäumnisse bei der Digitalisierung der Schulen offen gelegt. In seinem Plan D hält Prof. Dr. Wolfgang Hallet, der im Forschungsverbund LemaS Mitglied der Steuergruppe und Leiter von Teilprojekt 18 ist, nun fest, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um das digitale Distanzlernen möglichst erfolgreich in die schulische Praxis zu integrieren.

LemaS in der Schulpraxis - Entdeckertage an der Grundschule

Die Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler ist nicht auf den regulären Unterricht im Klassenraum beschränkt. Projekttage, die von der gesamten Schulgemeinschaft organisiert werden, ermöglichen leistungsfördernde Angebote in nicht alltäglichen, jahrgangssübergreifenden Lehr-Lern-Setttings. Dabei können Potenziale der Kinder und Jugendlichen gefordert und gefördert werden. Die mathematischen Fähigkeiten und Leistungen stehen im Fokus von Teilprojekt 8. Das Forscherteam von der Bergischen Universität Wuppertal bot mit dem "Haus der mathematischen Rätsel" beim Entdeckertag an der LemaS-Grundschule Hahndorf/Jerstedt in Goslar den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich knobelnd mit der Mathematik auseinanderzusetzen, dabei die eigenen Potenziale zu entfalten und am Ende den Schlüssel zur Schatztruhe zur finden.

Ausblick: Konzeption der Transferphase von "Leistung macht Schule"

Als Verbundprojekt ist "Leistung macht Schule" auf insgesamt 10 Jahre angelegte und wird in zwei Förderphasen durchgeführt. Die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler zielt mit auf einen breit angelegten Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozess mit einer praxisnahen wissenschaftlichen Begleitung. Derzeit läuft die erste Phase des Projekts (2018–2022). Hier arbeitet der Forschungsverbund LemaS mit den 300 Schulen an der (Weiter-)Entwicklung von Materialien, Konzepten und Maßnahmen zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler. Ziel der zweiten Förderphase (2023–2027) ist der Transfer der gewonnenen Ergebnisse in die Breite der Schullandschaft, wobei die beteiligten Schulen der ersten Phase als Multiplikatoren für andere Schulen fungieren sollen, die bislang noch nicht an der Initiative beteiligt waren – und das bundesweit. Wie genau die Ergebnisse aus der ersten Phase transferiert werden, darauf haben sich Bund und Länder im Juni 2020 verständigt und das Konzept für Phase 2 vorgelegt.