Forschungsverbundtreffen 2022

Nach zwei digitalen Treffen in den vergangenen beiden Jahren konnte der LemaS-Forschungsverbund in diesem Jahr wieder in Präsenz zusammenkommen. Ort war diesmal das zentral gelegene Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) in Halle in Sachsen-Anhalt. Gut ein Jahr vor Ende der ersten Förderphase der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ und dem Übergang in die anschließende Transferphase wurde Bilanz zum Arbeitsstand in LemaS gezogen und die Vorbereitung der Transferphase diskutiert. Im Mittelpunkt des Arbeitstreffens standen deshalb die zentralen Ergebnisse des Forschungsverbunds, die LemaS-P³rodukte und deren formativer Evaluation.

5. Fachtag der Landesinstitute

Was bedeutet begabungs- und leistungsfördernde Schulentwicklung? Und wie können Schulen in ihren begabungs- und leistungsfördernden Entwicklungsprozessen optimal unterstützt werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des 5. Fachtags von „Leistung macht Schule“. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Bildungsadministration und -politik sowie aus den Landesinstituten und Qualitätseinrichtungen der Länder präsentierten und diskutierten Ansätze zur Unterstützung von Schulentwicklungsprozessen – und zwar sowohl für Schulen, die sich ganz neu mit dem Thema Begabungs- und Leistungsförderung befassen, als auch für bereits weiter fortgeschrittene Schulen.

CyberMentor Plus an den LemaS-Schulen

In zwei Interviews stellen Mentees, Mentorinnen und Lehrpersonen vor, wie das Programm CyberMentor Plus an ihrer Schule umgesetzt wird. Das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth und das Willstätter-Gymnasium Nürnberg sind zwei von insgesamt 57 LemaS-Schulen, die am Teilprojekt 21 "Individualisierung durch Mentoring" teilnehmen. Mit der Unterstützung der Wissenschaftler/-innen von der Universität Regensburg und der Universität Erlangen-Nürnberg bieten die Schulen eine MINT-AG an. Während Lehrpersonen vor Ort die Projekte unterstützen, wird jede Schülerin von einer Mentorin über die Plattform „CyberMentor“ online begleitet. Ziel ist es, das Interesse von Schülerinnen an MINT-Fächern zu wecken bzw. zu bestärken.

Problemorientiertes Experimentieren - MINT Chemie

Um Begabungen im Chemieunterricht besser erkennen und fördern zu können, erarbeiten und erproben Wissenschaftlerinnen von der TU Braunschweig gemeinsam mit 12 LemaS-Schulen seit 2018 Konzepte und Materialien zum problemlösenden Experimentieren. Zur innovativen Produktentwicklung tauschen sich Wissenschaft und Schulpraxis auch mit Partnern aus der Wirtschaft aus. Die BASF in Ludwigshafen bot dem Teilprojekt MINT Chemie ein anregendes Arbeitsumfeld für ihren Workshop zur Weiterarbeit an den Unterrichtskonzepten. Die Teilnehmenden schlüpften u.a. in die Rolle von Schülerinnen und Schülern der 5./6. Jahrgangsstufe und durchliefen Teile des BASF Workshop-Programms „Smart Future“ im Kids Lab. Insbesondere die Experimente und die Materialaufbereitung der BASF Schülerlabore gaben Impulse für die Umsetzung in den LemaS-Schulen.

Digitaler Mentoring Channel

Im digitalen Mentoring Channel werden im Zweimonats-Rhythmus verschiedene Schwerpunktthemen zum Thema Mentoring durch Beiträge aus Wissenschaft und Praxis näher beleuchtet. Ausgerichtet wird das Symposium von der Universität Regensburg und der Universität Erlangen-Nürnberg, die im Rahmen des LemaS-Teilprojekts 21 gemeinsam verschiedene Mentoring-Programme an Schulen umsetzen und evaluieren. Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an alle, die sich für Mentoring als Fördermethode für (potenziell) leistungsstarke Schülerinnen und Schüler interessieren.