LemaS-Ausgangserhebung - Zentrale Ergebnisse im Überblick

Welche Formate und Instrumente zur Begabungs- und Leistungsförderung bestehen an den LemaS-Schulen bereits? Wie sind die Schulen in Bezug auf Fort- und Weiterbildungen aufgestellt und welche Maßnahmen und Instrumente der Qualitätssicherung stehen zur Verfügung? Wie verläuft die Leitbildentwicklung an den Schulen? Und welches Begabungs- und Leistungsverständnis lag an den Schulen zu Projektbeginn vor? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die Ergebnisse der LemaS-Ausgangserhebung. Zu Beginn, zur Mitte und zum Ende der 5-jährigen Projektphase führt der Forschungsverbund LemaS mit allen 300 Projektschulen eine Online-Befragung durch. Als zentraler Teil des verbundübergreifenden Evaluationskonzepts spielen diese drei Erhebungen für die wissenschaftliche Begleitung von LemaS eine zentrale Rolle. Zusammen erlauben sie die Kontrolle von Projektverlauf und Projekterfolg. Zudem dienen sie der Identifikation von Gelingensbedingungen für die erfolgreiche Entwicklung und Implementation von Maßnahmen zur Diagnose und Förderung von Leistungspotenzialen sowie der Einordnung der beteiligten Schulen in der nationalen Schullandschaft. Als erste der drei Befragungen zielt die Ausgangserhebung darauf, systematisch Informationen zu den schulischen Rahmenbedingungen sowie den Erwartungen und Einstellungen der Schulleitungen zu Projektbeginn zu sammeln. Die zentralen Ergebnisse gibt es hier im Überblick.

LemaS in der Schulpraxis - Digitales Distanzlernen

Ein Zurück zum gewohnten Regelbetrieb in den Schulen wird es nicht geben, unabhängig davon, wie lange die Covid19-Pandemie anhält. Mit den bundesweiten Schulschließungen und ihrer partiellen Wiedereröffnung wurden die Versäumnisse bei der Digitalisierung der Schulen offen gelegt. In seinem Plan D hält Prof. Dr. Wolfgang Hallet, der im Forschungsverbund LemaS Mitglied der Steuergruppe und Leiter von Teilprojekt 18 ist, nun fest, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um das digitale Distanzlernen möglichst erfolgreich in die schulische Praxis zu integrieren.

LemaS in der Schulpraxis - Entdeckertage an der Grundschule

Die Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler ist nicht auf den regulären Unterricht im Klassenraum beschränkt. Projekttage, die von der gesamten Schulgemeinschaft organisiert werden, ermöglichen leistungsfördernde Angebote in nicht alltäglichen, jahrgangssübergreifenden Lehr-Lern-Setttings. Dabei können Potenziale der Kinder und Jugendlichen gefordert und gefördert werden. Die mathematischen Fähigkeiten und Leistungen stehen im Fokus von Teilprojekt 8. Das Forscherteam von der Bergischen Universität Wuppertal bot mit dem "Haus der mathematischen Rätsel" beim Entdeckertag an der LemaS-Grundschule Hahndorf/Jerstedt in Goslar den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich knobelnd mit der Mathematik auseinanderzusetzen, dabei die eigenen Potenziale zu entfalten und am Ende den Schlüssel zur Schatztruhe zur finden.

Ausblick: Konzeption der Transferphase von "Leistung macht Schule"

Als Verbundprojekt ist "Leistung macht Schule" auf insgesamt 10 Jahre angelegte und wird in zwei Förderphasen durchgeführt. Die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler zielt mit auf einen breit angelegten Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozess mit einer praxisnahen wissenschaftlichen Begleitung. Derzeit läuft die erste Phase des Projekts (2018 – Juni 2023). Hier arbeitet der Forschungsverbund LemaS mit den 300 Schulen an der (Weiter-)Entwicklung von Materialien, Konzepten und Maßnahmen zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler. Ziel der zweiten Förderphase (Juli 2023–2027) ist der Transfer der gewonnenen Ergebnisse in die Breite der Schullandschaft, wobei die beteiligten Schulen der ersten Phase als Multiplikatoren für andere Schulen fungieren sollen, die bislang noch nicht an der Initiative beteiligt waren – und das bundesweit. Wie genau die Ergebnisse aus der ersten Phase transferiert werden, darauf haben sich Bund und Länder im Juni 2020 verständigt und das Konzept für Phase 2 vorgelegt.

LemaS in der Schulpraxis - ein Schulbesuch mit LemaS-GRiP

Schulbesuche sind ein zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit von Teilprojekten und Schulen in LemaS. Die intensive, kooperative und dialogische Entwicklung, Erprobung, Evaluation und Optimierung der Materialien, Konzepte und Maßnahmen werden mit teilprojektspezifischen Schwerpunkten im engen Austausch mit den Schulen durchgeführt. Hierfür ist die Arbeit „Vor Ort“ für den überwiegenden Anteil der Teilprojekte essentiell. Die Schulbesuche werden individuell zwischen den einzelnen Schulen und Ihren zuständigen wissenschaftlichen Begleiterinnen und Begleitern aus den Forschergruppen vereinbart und gestaltet. Wie ein Schulbesuch typischerweise im Teilprojekt 16 LemaS-GRiP aussieht, berichtet hier Caterina Mempel, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig.