Interviews

09.05.2022 Interview

Für das literarische Schreiben begeistern und Begabungen fördern

Im Interview mit „Leistung macht Schule“ geben PD Dr. Beate Laudenberg und Lisa Sellinger, beide von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, gemeinsam mit den Lehrerinnen Susanna Bauer und Sandra Kaiser von der Grund- und Mittelschule Rosenheim-Aising Einblicke in ihr LemaS-Teilprojekt zum literarischen Schreiben, das auf die Förderung sprachlicher, schriftsprachlicher und literarischer Kompetenzen zielt. Dabei entstehen differenzierende Aufgabenformate, die den Schülerinnen und Schülern Schreibimpulse geben. Vorbilder spielen in zweifacher Hinsicht eine entscheidende Rolle, um die Kinder und Jugendlichen für das literarische Schreiben zu begeistern, um Begabungen zu entdecken und zu fördern. Fiktive Vorbildfiguren wie die Tagebuch schreibenden Mina (Buch von David Almond) animieren die Kinder dazu, bestimmte Schreibarten nachzuahmen und sie sich mit ihren Ideen und Formulierungen zu eigen zu machen. Durch Videostatements von Schriftsteller/-innen wie Andreas Steinhöfel oder Katharina Herzog werden auch durch reale Vorbilder Schreibimpulse gesetzt. Die Videoclips sind, wie die Aufgabenformate, Teil eines digitalen Bausteinkastens zum literarischen Schreiben der in enger Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis in LemaS-Teilprojekt 15 entsteht.

07.03.2022 Interview

Freie Explorieren und Experimentieren (FEE) - Potenzialförderung im Sachunterricht

Ohne Zeitdruck und mit ihren eigenen Fragestellungen blühen einige Schülerinnen und Schüler richtig auf, stellt Lehrerin Sabrina Schlecht an der Grundschule Nordholz im gemeinsamen Interview mit Prof. Dr. Hilde Köster und ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Tobias Mehrtens fest. Zusammen erproben sie im LemaS-Teilprojekt DiaMINT den Einsatz des Konzepts "Freies Explorieren und Experimentieren" (kurz FEE), das von Prof. Köster im Rahmen ihrer Forschung zur Förderung besonderer Potenziale bei Kindern im Bereich der Naturwissenschaften sowie zur Professionalisierung angehender Grundschullehrpersonen entwicklet wurde. FEE ist in jedem Klassenzimmer, ohne großen Aufwand einsetzbar. Das Konzept zielt darauf, dass Kinder eigenen Fragestellungen möglichst mit viel Zeit und großer Konzentration forscherisch nachgehen. Im Rahmen des LemaS-Teilprojekts DiaMINT sind in enger Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis FEE-Experimentier-Sets entstanden, die Forschungswerkzeuge enthalten, mit denen die Kinder verschiedene Phänomene in ihrer Umwelt erforschen und beobachten können. Wie die Kinder an der Grundschule Nordholz damit arbeiten, erzählen Sabrina Schlecht, Prof. Hilde Kösters und Tobias Mehrtens im Interview auf "leistung-macht-schule.de".

24.08.2021 Interview

Diagnostische Kompetenzen erweitern und vertiefen - LemaS an der Eigenherd-Schule in Kleinmachnow

In Jahrgangsstufen-Teams erarbeiten die Lehrerinnen und Lehrer an der Eigenherd-Schule im brandenburgerischen Kleinmachnow regelmäßig Unterrichtsstunden und reflektieren ihre diagnostische Kompetenz. "Über dieses Teamwork können wir dafür sorgen, dass die Kinder wirklich gleiche Voraussetzungen vorfinden, unabhängig davon, bei welcher Lehrkraft sie lernen.", erklärt die Lehrerin Imona Otte. Die Schule beteiligt sich am LemaS-Teilprojekt 20 "LUPE - Leistung unterstützen, Potenziale erkennen", das von Prof. Dr. Franzis Preckel und ihrem Team an der Universität Trier wissenschaftliche begleitet wird. Im Zentrum steht die Erweiterung und Vertiefung der diagnostischen Kompetenzen der Lehrpersonen. Dazu werden Materialien für den LUPE-Werkzeugkoffer entwickelt, erprobt und evaluiert, um gezielt Leistungen und Begabungen der Grundschülerinnen und Grundschüler im MINT-Bereich suchen und erkennen zu können. In einem gemeinsamen Interview mit leistung-macht-schule.de geben Imona Otte und Schulleiterin Karen Korge sowie Prof. Dr. Franzis Preckel und ihre wissenschaftliche Mitarbeiterin Julia Mathes Einblicke in ihre Arbeit im Rahmen von "Leistung macht Schule".

05.05.2021 Interview

Freiraum für die eigene Entwicklung – ein Interview über begabungs- und leistungsfördernden Informatikunterricht

Die Entwicklung und Erprobung von Diagnosekonzepten, Fördermethoden und differenzierenden Aufgaben für den Unterricht im Fach Informatik ist das Ziel von LemaS-Teilprojekt 13. Dr. Claudia Hildebrandt und Matthias Matzner von der Universität Oldenburg arbeiten dazu eng mit Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern der teilnehmenden Projektschule zusammen. Dazu gehört auch Arne Langer, der an der Marie-Reinders-Realschule in Dortmund Informatik unterrichtet. In einem gemeinsamen Interview mit leistung-macht-schule.de geben sie Einblicke in die Entwicklungs- und Erprobungsphasen im Unterricht und veranschaulichen an Beispielen, wie differenzierender Informatikunterricht aussehen kann.

17.03.2021 Interview

Lese-Sportler-Stunden in der Grundschule - Ein Gespräch über Diagnostik, Feedback und Förderung

Die diagnosebasierte, differenzierte Leseförderung in der Grundschule steht im Zentrum der Arbeit von Prof. Dr. Elmar Souvignier, seinem Team an der Universität Münster und den 21 LemaS-Schulen in Teilprojekt 14 „diFF Di2Lesen“. Grundlage für die Leseförderung der Schülerinnen und Schüler ist ein Lesekompetenzmodell, das neben der Lesegenauigkeit und der Lesegeschwindigkeit auch das Leseverständnis bei der Diagnostik berücksichtig. Für alle drei Bereiche bietet das Lese-Sportler-Programm Fördermaterialien, die auch Deutschlehrerin Jasmine Lukas an der Peter-Härtling-Grundschule in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main im Unterricht einsetzt. Mit der Lernverlaufsdiagnostik werden Leseentwicklungsschritte erfasst und dann passende Methode zur Lesefähigkeit der Schülerin oder des Schülers ausgewählt. Dass es zur Förderung der Lesekompetenz bei Schülerinnen und Schülern durchaus lohnenswert ist, auch mal einen Schritt zurückzugehen, erklären Prof. Dr. Elmar Souvignier, Dr. Martin Salaschek und Lehrerin Jasmine Lukas im gemeinsamen Interview mit leistung-macht-schule.de.

26.11.2020 Interview

LemaS am Bildungszentrum Bodnegg – Ein Interview über diagnosebasierte Förderung im Matheunterricht auch aus der Distanz

Am Bildungszentrum Bodnegg gibt es jeweils eine Stunde pro Woche „Leistung macht Schule“: Eine Unterrichtsstunde für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler der dazugehörigen Grund-, Haupt- und Realschule, in der LemaS-Materialien und -Förderinstrumente erprobt werden. Das Bildungszentrum Bodnegg ist eine von 20 Schulen, die am LemaS-Teilprojekt 8 unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Benölken teilnimmt. Hier geht es schwerpunktmäßig um Unterrichtsentwicklung mit dem Ziel des Erkennens und Förderns von mathematikspezifischen Potenzialen und Leistungsstärken: „Wir entwickeln wir Fördermaterialien, die das Potenzial der Schülerinnen und Schüler besonders herauskitzeln können.“, erklärt Wiebke Auhagen, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin die Schulen mitbegleitet. Dazu gehören offene substanzielle Aufgaben, die sich gerade auch in der Corona-bedingten Fernlernphase bewährt haben. Ein Fokus auf Lernschwächen in vielen Schulen sei generell zu einseitig, bekräftigt Claudia Kirchhoff, Mathematiklehrerin und stellvertretende Schulleiterin: „Viele Lehrkräfte fragen sich, wie unsere Schülerinnen und Schüler, die eine drei oder zwei in Mathe haben, noch besser werden können. Mit „Leistung macht Schule“ wird es für uns selbstverständlicher, auch die Guten im Blick zu behalten.“ Das gemeinsame Interview gibt es hier.

17.09.2020 Interview

Zwischenbilanz aus Sicht der Politik - Ein Interview mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und KMK-Präsidentin Stefanie Hubig

Zum Thema „(Zwischen-)Bilanz und Perspektiven: LemaS in der Schullandschaft“ interviewte der Bildungsjournalist Jan-Martin Wiarda anlässlich der LemaS-Jahrestagung 2020 Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Dr. Stefanie Hubig.

09.04.2020 Interview

Mit LemaS zum leistungsfördernden Schulklima - Ein Interview mit Verbundkoordinatorin Prof. Weigand

Bundesweite Vernetzung auf der einen Seite sowie enger, persönlicher Austausch und Zusammenarbeit zwischen Schulen, Teilprojekten, Bund und Ländern auf der anderen Seite seien das Besondere an der Arbeit des Forschungsverbunds LemaS. Im Interview mit leistung-macht-schule.de beschreibt Verbundkoordinatorin Prof. Dr. Gabriele Weigand die Initialisierung des Projekts und warum das Thema der Leistungs- und Begabungsförderung ihr ein "Herzensanliegen" ist. Da bei LemaS nicht die Erfüllung von Lehrplänen oder Prüfungsnoten in den Fokus geraten, sondern die Entfaltung von Potenzialen der Kinder und Jugendlichen und die Freude an Leistung, verändern sich Blickwinkel, Haltungen und Einstellungen bei allen beteiligten Akteuren. So verbessere sich mit "Leistung macht Schule" das gesamte Schulklima. Bei der leitenden Verbundkoordinatorin laufen alle Fäden zusammen. Ihre Zwischenbilanz nach gut zwei Jahren LemaS in den Schulen fällt positiv aus, weil Schulen, Wissenschaft und Politik "an einem Strang ziehen". Das gesamte Interview gibt es hier.

02.03.2020 Interview

Mehr Begleitung, weniger Leitung – offene Lernumgebungen für einen differenzierten Physikunterricht

Die Physik zählt zu den weniger beliebten Schulfächern. Völlig zu Unrecht, findet Dr. René Dohrmann, der im Teilprojekt 11 unter der Leitung von Prof. Dr. Volkmar Nordmeier (beide Freie Universität Berlin) an adaptiven Konzepten zur Förderung (potenziell) leistungsstarker Schülerinnen und Schüler arbeitet und forscht. Im Interview mit leistung-macht-schule.de beschreibt er Chancen und Gelingensbedingungen für einen differenziert gestalteten Physikunterricht. Zwar seien außercurriculare Angebote, wie der Besuch der Physik-AG am Nachmittag oder die Teilnahme an „Jugend forscht“ gute leistungs- und begabungsfördernde Gelegenheiten für (potenziell) leistungsstarke Kinder und Jugendliche, jedoch gehe es in LemaS darum, das Fordern und Fördern von Potenzialen der Schülerinnen und Schüler fest im Physikunterricht zu verankern. Eine komplexe Aufgabe zum Klimawandel, zur E-Mobilität oder zum Regenbogen könnten dazu beitragen. Das ganze Interview finden Sie hier.

19.12.2019 Interview

Mentoring an der John-Bühler-Realschule – ein Interview mit Lehrerin Julia Haug

Mentoring Programme geben Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit einem Thema intensiv auseinanderzusetzen für das im Unterricht nicht ausreichend Zeit zur Verfügung steht. Wie die Umsetzung und die Integration dieser Förderangebote in der Schulpraxis aussehen, schildert Beratungslehrerin Julia Haug von der John-Bühler Realschule (Dornharn, BW) im Interview mit leistung-macht-schule.de Bereits seit fünf Jahren wird das 1:1 Mentoring an dieser Schule für die Leistungsförderung genutzt. Auf eine Optimierung der Mentoring-Programme zielt die Schule mit ihrer Teilnahme an LemaS und dem Teilprojekt 21. Neben der wissenschaftlichen Beratung und Begleitung durch das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Heidrun Stöger und Prof. Dr. Albert Ziegler sei es vor allem die Vernetzung und der Austausch mit anderen Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet zum Thema Mentoring von dem die LemaS-Schule profitiere. Das ganze Interview gibt es hier.